Architekt Gamper Stefan, Bacherhof Feldthurns
Bacherhof in Feldthurns Zurück zu den Projekten

Ein sonniges Grundstück in freier Landschaft auf der Mittelgebirgsterrasse von Feldthurns mit großartigem Ausblick auf die Dolomiten – das ist der Bauplatz für den neuen Bacherhof. Das Areal besteht aus einer leicht geneigten Wiese. Durch Kastanienbäume hindurch blickt man direkt auf die gegenüber liegende Talseite.

Modernes mit Vertrautem kombinieren, an die örtlichen Bautradition des mittleren Eisacktales und ganz im speziellen an die Typologie der Feldthurnser Bauernhöfe anzuknüpfen – das ist unser architektonisches Entwurfskonzept.

Neben einer harmonischen, sensiblen Einfügung in das Landschaftsbild und der Berücksichtigung der Ausblicke, der Himmelsrichtungen und der funktionellen Abläufe im Wohnhaus und im Wirtschaftsgebäude, setzt unsere architektonische Sprache auf Kontinuität mit der örtlichen Bautradition, angereichert mit Elementen der zeitgenössischen Architektur.

Durch die Wiederaufnahme der traditionellen Bautypologie des Paarhofes, die neu und zeitgenössisch interpretiert wird, und eine korrekte Maßstäblichkeit und Ausgewogenheit zwischen den beiden Hauptbaukörpern wird sich der neue Bacherhof harmonisch in die Kulturlandschaft der Mittelgebirgsterrasse von Feldthurns einfügen, so als sei er schon immer dort gestanden. Die Böschungen erhalten keine Stützmauern, sondern werden landschaftsgerecht sanft modelliert und als Wiesen begrünt.

Auf der Ebene des Hauptwohngeschosses im 1. Stockwerk schließt eine große Wiese mit Garten an, die in den Sommermonaten als Essplatz und Wohnbereich im Freien genutzt werden kann. Der kompakte Neubau des Wohnhauses, dreigeschossig in den ansteigenden Hang gesetzt so dass es an der Bergseite nur zweistöckig ist, erhält ein west-ost-orientiertes Satteldach. Das erdgeschossige Sockelgeschoss wird gemauert und verputzt, wobei besonderes Augenmerk auf einen interessante Oberflächenstruktur und Haptik der Putzoberflächen gelegt wird, die im Streiflicht der Sonne gut zur Geltung kommt und das Gesamtbild des Hauses belebt – ganz so wie früher bei den alten Bauernhöfen und ihren unregelmäßigen, von der Hand abgekellten Kalkputzfassaden. Aus der Ferne betrachtet wirkt das Wohnhaus mit klassischer, zum Tal hin ausgerichteter Giebelfassade traditionell und dadurch zeitlos, bei näherem Betrachten erkennt man Elemente der zeitgenössischen Architektursprache in der Detailgestaltung der Fassaden.